Ein Konzertbericht und eine andere Geschichte

 

---------------------------         von Micha            ---------------------------

 

Prolog

Ganz unverhofft und sehr spontan ergab sich die Gelegenheit, zu Chuck Ragan in Stuttgart zu gehen. Das Konzert war seit Wochen ausverkauft und eigentlich hatte ich keine Karte. Eine andere Geschichte ist dann wie ich zu der Ehre kam auf der Gästeliste zu landen um schließlich doch noch in das Vergnügen zu kommen...

 

Chuck Ragan                                     21.08.13 Stuttgart, Martinskirche

 

Ein Konzertbericht


Angekommen spielten schon The Drowning Men ihre Mischung aus Grunge und Brit Rock, was sehr gefällig beim Publikum ankam. Bei einem Song kam der Grandseigneur des Abends sogar selbst auf die Bühne, um den Gesang mit seiner Reibeisenstimme zu unterstützen, unter großem Jubel der anwesenden Zuhörer.

Die Akustik in der umarrangierten Kirche war nicht die beste und weniger laut wäre dem Klang sicherlich zuträglich gewesen.
Nichtsdestotrotz war Stimmung schon recht entspannt und nach etwa 30 min kam als zweiter Supportact Joe Ginsburg, der auf der akustischen Gitarre sein Songwriter-Repertoire zum Besten bot. Seine Songs, die eher ruhiger gelagert sind, kamen ebenfalls sehr gut an. Allerdings muss ich ehrlicherweise gestehen, die Performance nur von draußen gehört zu haben, weil wir noch ein bisschen den lauen Abend genießen wollten und die ganz ruhigen Liedermachersachen persönlich nicht so mein Ding sind.


Joe Ginsberg musste sich schonen, denn der nächste Job des Abends wartete nicht all zu lange: Chuck Ragan betrat gegen 21:30 Uhr die Bühne. Mit dem etwas melancholisch angehauchtem "Glory" wurde der Abend eingeleitet. Kurz danach folgte schon das großartige "Nomade by Fate", in dem Jon Gaunt an der Geige brillieren konnte. Die folgenden Songs waren dann etwas ruhiger gelagert und lebten vom Charisma Chuck's und seiner Stimme, die woanders schon mit der eines Löwen verglichen wurde. Ich fühlte mich immer an eine Mischung aus dem Boss und Tom Waits erinnert - egal…  Er hat eine wahnsinnig beeindruckende Röhre! Nach der Hälfte des Sets kam eines der nächsten Highlights mit "Come Around", bei dem Addison Burns an seinem Pedal Steel eine tragende Rolle spielte. Beim nächsten Song ging es dann (zum ersten Mal) so richtig zur Sache, denn Chuck rotzte "Let it rain" entgegen der Studioaufnahme so richtig hin. Es folgten wieder getragenere Stücke von denen sicherlich "Drag my Body" herausstach. Alles in allem erlebten wir wohl ein eher ruhigeres Konzil von Chuck, wie mein Begleiter, der ihn schon ein paarmal solo, aber auch mit HOT WATER MUSIC gesehen hat. Nach etwa 2 Stunden war dann Schluss, nicht jedoch ohne Zugabe, die mit "California Burritos" endete, was für mich zu den besten Songs von Herrn Ragan gehört.


Fazit: Chuck Ragan ist aufgrund seiner Ausstrahlung und seiner wahnsinnigen Stimme ganz klar eine Konzertempfehlung. Man merkt dem Künstler an, dass er die Sache mit ganzem Herzen macht. Handgemachte Musik mit typisch amerikanischen Wurzeln. Wer eher die punkorientierten, schnellen Stücke mag, dem sei ein Besuch von HOT WATER MUSIC ans Herz gelegt.

 

 

Eine andere Geschichte
 


Vor Monaten hatten meine nPEP-Freunde schon Karten für das Konzert besorgt. Meine Überlegungen dauerten zu lange, da war es schon ausverkauft. Für das spontane Zusatzkonzert nachmittags vor dem Wilhelmspalais in Stuttgart reichte meine Zeit nicht. Aber Schorsch, Maxi und Timo waren da und hatten Chuck angesprochen und erzählt, dass er uns zu nPEP inspiriert hat (natürlich hat er dann auch gleich einen Bepper bekommen) und als sie ihm sagten, dass wir „Come around“ auf unserer Tour gecovert haben, hat er uns spontan für den Abend auf die Bühne eingeladen. Die erste Ansage war, dass wir mit unseren Instrumenten den Chuck live begleiten sollten!!! Schorsch mich angerufen, ich Kontrabass ins Auto gepackt und losgedüst ins 40 km entfernte Stuttgart - aber, wie gesagt, ich hatte keine Karte…


Jedoch Timo, unser nPEP-Manager, hatte mit Chuck bereits ausgemacht, dass er mich (!!!!) auf die Gästeliste setzte. Und so kam ich rein.
Leider konnte Chuck seine Bandkollegen nicht ganz überzeugen, das Risiko einzugehen, Wildfremde an die Instrumente zu lassen. Aber er hielt Wort und bei "Come around" rief er uns - "some friends to help us out" - auf die Bühne. Wir im Gänsemarsch vom Mischpult nach vorne gedrängelt, Schorsch auf die Bühne, Maxi und ich hinterher und Chuck lacht uns schon an "Come over" - WOW !

Wir haben sofort mitgesungen: Schorsch und Maxi wie auf unserer Tour lead, ich die Backings - aber jetzt am selben Mikro mit Chuck im Wechsel. Und dann, nach einer Minute - ich denk, ich seh nicht recht - hängt Herr Ragan dem Schorsch seine Gitarre um, und der spielt und performt einfach wie ein Profi. Das Ganze war wie ein Film, hat Riesenspass gemacht (und zwar nicht nur uns, sondern auch den Leuten, wie wir hinterher aus vielen Munden hören konnten - und auch der Band). Nach herzlicher Umarmung sind wir demütigst, aber glücklich, von der Bühne getigert bei Chuck's Verabschiedung "nPEP, Ladies'n'Gentlemen".

Bei mir ein echter Grower!!!

 

P.S.: Anschauen kann man sich das auch auf der nPEP-Seite.

Micha, 31.08.13

weiterlesen: On The Road (feat. nPEP)

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