Woven Hand                                        25.09.14 Freiburg, Atlantik

 

Zugegeben - kleine Befürchtungen hatten sich im Vorfeld bei mir ausgebreitet, dass das Atlantik höchst ungemütlich voll werden könnte. Hatten Woven Hand doch vor ein paar Jahren im weitaus geräumigeren Jazzhaus gespielt. Doch mitnichten. Die Lokalität war gut gefüllt, aber offenbar nicht ausverkauft und somit insbesondere im Bereich weiter hinten angenehm entspannt. Beste Vorraussetzungen für echten Konzertgenuss also...

Zunächst gab es ein kleines Vorprogramm eines Solo-Künstlers mit Gitarre und ein paar Beats, was mich allerdings nicht wirklich zu packen wusste. Egal, um zehn betrat David Eugene Edwards mit seiner Bänd die Bühne und beanspruchte diese für gut anderthalb Stunden. Vorweg: So rockig wie an diesem Abend hatte ich Woven Hand bislang noch nicht gehört und gesehen. Das aktuelle Album Refractory Obdurate hat also seine entsprechende Live-Umsetzung gefunden. Waoh!! Was für ein Konzert!! Ich hab den Sänger zum ersten Mal ein Konzert stehend bestreiten sehen, nix mit auf'm Stuhl sitzen und für den halben Saal unsichtbar sein. Offenbar hat ihn die Lust zum Rock wieder gepackt.

Natürlich durften auch ruhigere Passagen im großteils durchgehend gespielten Set nicht fehlen, sehr atmosphärisch angehaucht, gerne anhand Gesten des Sängers ausgezeichnet performt. Geredet wurde wenig, doch war dies auch nicht nötig. Die Stücke des aktuellen Albums, worauf sehr deutlicher Schwerpunkt lag, wurden ergänzt durch einige ältere Songs, wenn ich recht erinnere war auch ein 16Horsepower-Stück mit dabei. Highlights sind somit schwerlich zu benennen, der gesamte Auftritt hätte diese Benennung verdient. Für mich war dennoch herausragend - nebst dem Titelstück "The Refractory", was das Kernstück des regulären Sets bildete - "Good Shepherd", welches das unheimlich druckvolle und in gutem Sound dargebotene Set erstmal beschloss.

Die Zugaben begann Edwards mit einem solo gespielten Stück, verhallter Banjo-Sound und Stimme, was für weitere Intensität im sowieso schon sehr intensiven Konzert sorgte. Mit einem großartig treibenden "Kicking Bird" vom Ten Stones-Album endete das Konzert fast etwas abrupt und es gab zu meinem Bedauern auch keine Zugaben mehr. Allerdings hatte dieser Abschluss nichts anderes als echte Größe auszudrücken. Ich bin wieder mal nachhaltig beeindruckt von der Bänd um den predigenden Sänger aus Denver!! 

Sehr geil!! 

26.09.14

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