www.pandys-corner.de SPIDERGAWD 18.03.26


SPIDERGAWD 18.03.26 Stuttgart, Im Wizemann

 

Lange war’s her, dass ich SPIDERGAWD zuletzt live gesehen habe. Ganze neun Jahre gar!! Doch diesmal kam mir keine Unwägbarkeit dazwischen und auch die katastrophale Straßenführung in der Stuttgarter Baustellenlandschaft konnte nix dran ändern, auch wenn die uns letztlich die halbe Show der supportenden Satanic Panic Attack gekostet hatte. Doch gab es für mich da nix zu verpassen, das war einfach nicht mein Ding…

Pünktlich um neun betraten SPIDERGAWD, eingeleitet von Auszügen aus Strawinsky’s Ballett ‚Feuervogel‘, unter dem Jubel der etwa vierhundert Anwesenden im gemütlich gefüllten Wizemann die Bühne. Die Party konnte beginnen!! Lead-Sänger und Gitarrist Per Borten positionierte sich am Mikro und leitete gesanglich, nur spärlich vom Saxofon Martin Snustad’s begleitet, „Grand Slam“, den Opener des aktuellen Werks ‚From ∞ to infinity‘ ein – es war nur der erste von vielen folgenden Gänsehautmomenten!!

Es schien, als bräuchten die Herren überhaupt keine Zeit, sich warm zu spielen. Von Anfang an war die ungebremste Energie des Quintetts zu spüren, zog sich über die Bühne und von da aus durch den gesamten Saal. Offenbare Stimm- oder Halsprobleme Bortens, der sich auffallend häufig gesanglich zurückhielt, wurden kompensiert, indem etwa Basser Hallvard Gardlos viele Textpassagen übernahm und überhaupt alle – außer Drummer Kenneth Kapstad – ihren Song mit Leadvocals hatten. Entsprechend war viel Bewegung auf der Bühne, in deren Vordergrund die beiden Gitarristen ihre angestammten Plätze hatten, wo sich aber häufig auch Basser und Saxer, eigentlich rechter und linker Hand des Schlagzeugers stehend, tummelten.

Die ersten drei Alben sparten SPIDERGAWD an diesem Abend aus, der Schwerpunkt lag mit sechs von acht Songs auf dem aktuellen Album, ansonsten wurden reihenweise Hits der Alben ‚IV‘ bis ‚VII‘ unter die neuen gemischt – ein Knaller folgte oft nahtlos auf den anderen, wenn nicht grade eine kleine Ansprache des Bändleaders Publikum wie Musiker zum Durchatmen einlud. Bei alledem dürfte der Mischer alle Hände voll zu tun gehabt haben, ob des stetig wechselnden Einsatz der diversen Mikros, doch war der Sound von Beginn an beachtlich gut und blieb auch so.

Zwischendurch durfte sich der Basser, der ohnehin fast die ganze Zeit abging wie von allen guten Sinnen verlassen, innerhalb dieses schweißtreibenden Reigens einem ausgiebigen und verdammt cool-filigranen Solo hingeben. Ganz großes Highlight war außerdem, nach offizieller Verabschiedung vor dem letzten Song des Abends, das Solo Snustad’s am Saxofon. Der sorgte ganz großartig mit seinem überwiegend tiefen Röhren für den Übergang, gleichsam Auftakt zum großen Finale, nachdem der Rest der Bänd die Bühne verlassen hatte und sich nach und nach wieder um ihn scharte, den Abend nach fünfundneunzig Minuten angemessen zu beenden!! Waoh!! Was für eine geile Live-Bänd!! Zumal hier das herausragende Merkmal der Bänd, die kraftvolle Untermalung des Sounds der häufig synchron gespielen Gitarren - Borten hat seit fünf Jahren grandiose Verstärkung von Brynjar Takle Ohr - durch das Drone-Sax, noch viel mehr zu Geltung kommt, als es eine Aufnahme je vermag!!

Es war also eine helle Freude, die Bänd ihr Feuerwerk aus hymnischen Hits abfeiern zu sehen, ein Highlight jagte das nächste. Besonders hervor stachen für mich „Grand Slam“, „Narcissus‘ Eye“, „Afterburner“, „Stranglehold“, „Winter Song“ mit dem tollen Intro seitens der beiden Gitarren und Gesang, weiterhin „Your Heritage“ sowie das Schlussstück „All and Everything“ – tja, das ist ja schon das halbe Set. Und die andere Hälfte stand dem nun eben auch in nichts nach – was für ein geiler Abend!! Was für eine geile Bänd!! Mehr hab ich dazu nicht zu sagen…

20.03.26

Die Abschrift der Original-Setliste lautet wie folgt:

Grand Slam / Revolution / Is This Love…? / Narcissus‘ Eye / Afterburner / Heaven Comes Tmrw / 200 Miles High / The Hunter / Stranglehold / Ritual Supernatural / The Ghost of Eirik Raude / Winter Song / Yours Truly / Your Heritage / All and Everything

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