Nachruf:   Tom Petty   (1950-2017)
 

Am späten Montag abend hörte ich im Radio die ersten, zu diesem Zeitpunkt noch unbestätigten Meldungen, dass Tom Petty gestorben sei. Die gesichteten Nachrichten im Internet waren zunächst diffus, am heutigen Dienstag kam jedoch die Bestätigung: Der Gitarrist, Sänger und Songwriter ist tot. Er starb im Alter von 66 Jahren nach einem Herzstillstand.


Eine zeitlang, Ende Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre hörte ich seine Musik recht gerne und häufig. 'Full Moon Fever' etwa, mit den Hits "Free Fallin'" und "Won't Back Down", der wunderschönen Ballade "Face in the Crowd"; oder das Nachfolgealbum 'Into the Great Wide Open' - mit seiner Bänd The Heartbreakers - das waren schon Klasse-Platten. "Learning to Fly" etwa war seinerzeit ein echter Sommerhit, der mir gar nicht mehr aus dem Ohr wollte.
Petty verkörperte einen herzhaft entspannten, dabei im positven Sinne ur-amerikanischen Style und Sound, vielmehr country-esk als hip und urban, zum Zurücklehnen, eine Zigarette in der Sonne anzünden, ein Bier oder einen Kaffee dazu. Akustisches Singer-Songwiter-Feeling verschmolz er perfekt mit lässig-straightem Midtempo-Rock. In dieselbe Richtung ging er 1994 mit 'Wildflowers', seinem zweiten Solo-Album. Schier endlos cool klang auch die Single einer Greatest-Hits-Compilation: "Mary Jane's Last Dance". Mitte der Neunziger sah ich mal in einer Preview-Vorstellung einen Film, ziemlich strack, zugegeben. Hier erinnere ich mich noch an das in gelb gehaltene Cover und den Titel des gleichnamigen Soundträcks: 'She's the One'.


Danach verlor sich seine musikalische Spur aus meinem Leben. Auch die Traveling Wilburys, eine End-Achtziger-Supergroup, bestehend aus ihm, seinen Idolen Bob Dylan und George Harrison, sowie Jeff Lynne und Roy Orbison, als deren Kopf er galt, glitten weitestgehend an mir vorbei.

Anyway - meine hauptsächliche und tiefgreifendste Assoziation mit der Musik von Tom Petty, die dem Musiker gleichsam einen besonderen Platz in meinem Kosmos einräumt, ist die bei mir unweigerliche Verbindung zu einem früheren Freund, welcher sich vor nunmehr 26 Jahren bei einem gemeinsamen Campingurlaub in Frankreich, ziemlich angetrunken, zu "Free Fallin' " fröhlich ausgelassen, rücklings und singend, in ein paar Hecken auf dem Zeltplatz fallen ließ. Etwa zwei Jahre später nahm er sich das Leben.
Jetzt kann sein Held ihm irgendwo auf der anderen Seite seinen Hit zum Besten geben...

R.I.P.!!
 

3.10.17
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