Isolation Berlin                      7.02.17 Freiburg, White Rabbit

 

Kennt Ihr sowas auch? Du gehst ins Kino, guckst 'nen Film, der Film ist zu Ende, du gehst raus - und zack!! - ist der Film auch schon vergessen. Verschwunden aus dem Gehirn, Gedächtnis, der Wahrnehmung - weg...!!

So ähnlich gehts mir, da ich soeben aus'm Hasen nach Hause komme und auf'm Heimweg versuchte, mich an den einen oder anderen Song von Isolation Berlin zu erinnern: Nix. Keine Melodie, keine Textzeile, kein Refrain, kein Riff. Gar nix!! Ist doch irgendwie schade, oder? Und dabei war die Bänd doch gar nicht mal so schlecht, sagste dir dann. Oder ist das der Anfang vom Einreden? Und überhaupt - seit wann fangen im White Rabbit die Konzerte denn überhaupt pünktlich an? Da hab ich offensichtlich was verpasst. Plus Support waren die jungen Berliner angekündigt. Und da ich aus reiner Neugier am Vortag 'ne Karte gekauft hatte - wohlweislich, sonst wäre ich möglicherweise jetzt schon im Bett - schenkte ich mir sehr großzügig die Vorbänd namens Support und fand mich, wie ich dachte, fast überpünktlich um fünf vor zehn in der Lokalität ein.

Doch spielte da schon das vor etwa einem Jahr von einem Print-Indie-Medium zum damaligen Titel-Äct gekürte Quartett; laut Mann an der Kasse waren bereits sechs oder sieben Songs vergangen. Demnach war die Bänd also vermutlich seit einer halben Stunde zugange. Draußen vor der Tür waren vielleicht so zehn Leutchen am Quatschen, drinnen, wo ich ziemlich hinten ein Plätzchen mit einigermaßen Sicht ergattern konnte, quatschten geschätzt etwa hundertfünfzig. Naja, vielleicht nicht alle; manche haben auch ein wenig getänzelt oder Bier oder so getrunken. Beifall geklatscht haben dann aber doch so ziemlich alle. Also, wenn sie mitkriegten, dass da grad ein Lied zu Ende ist...
Sei's drum...
Der Sound war immerhin ganz gut, ohne das Stimmengewirre im Gewölbe hätte ich sogar die Texte verstehen können; die fast durchweg Midtempo-Songs zeichneten sich doch immerhin durch entspannt kopfnick-kompatible Rhythmen aus. Ob die Bänd indes Spaß hatte oder nicht, darüber möchte ich nicht mutmaßen, ich konnte es weder eindeutig erkennen noch beurteilen. Die vier Mitt- bis Endzwanziger - Gitarre und Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug - spielten ihre durchaus wuchtigen Stücke samt deutschen Texten mit Laut-Leise-Wechseln Marke Nirvana; hatten nur wenige Gitarrenmelodien oder gar Soli im Angebot, dafür durchweg schwere, in punkige Attidüde gepackte Indie-Alternative-Rock-Riffs zum in verhaltener Verzweiflungswut gehaltenen Gesang. Eigentlich nicht schlecht. Hm, ja, eigentlich... Wäre bei weniger Publikumsgeblubber eher ein Funke übergesprungen? Hatte die Bänd das Publikum nicht im Griff? Oder war das Publikum zu leider größten Teilen schlicht ignorant - zumindest die zwei hinteren Drittel? Oder hab ich was nicht verstanden und die Bänd hat lediglich den Soundträck zu einer Party geliefert...???

Immerhin, das letzte Stück im regulären Set - vor den beiden Zugaben, die die gute halbe Stunde und damit etwa die Hälfte beschlossen, die ich vom Konzi noch mitbekommen habe - das letzte und der Bänd ihren Namen gebende Stück war dann doch ein ganz geiler Song. Der Rest - Schwamm drüber. Ob es nun an der Nicht-Konzert-Atmosphäre im Hasen lag oder daran, dass ich etwas nicht verstanden habe, ist letzten Endes egal. Traurige Tatsache ist, dass ich es auch nicht im Ansatz schlimm fand, das halbe Konzert verpasst zu haben, und es ebensowenig bedauerte, nach 'ner guten halben Stunde wieder gehen zu können....

8.02.17

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