Einen schönen guten Tag wünsche ich meiner wertesten Leserschaft!!

Good News. Hier gibts ab sofort (Sept. 2017) eine neue kleine Rubrik:

Heißer Scheiß - Pändys neueste Empfehlungen
Was das konkret heißt, wollt Ihr wohl wissen? Also, wenn mir irgend eine Musik oder Ähnliches ins Haus oder auf den Rechner flattert, die ich erwähnenswert finde, dann werde ich das künftig und in möglichst würziger Kürze - bestenfalls mit Link - hier veranschlagen. Unter Umständen werde ich über der/die/das eine oder andere danach noch etwas ausführlicher berichten, dann werde ich selbstverständlich wie gewohnt zu gegebener Zeit an entsprechender Stelle darauf hinweisen.
Das Ganze wird, wie es auch die Geschichte handhabt, in Schichten sortiert sein:
Unten die Älteren, das Neueste oben.
Ich hoffe Ihr amüsiert Euch gut, findet bissl Ablenkung vom alltäglichen Wahn - und vielleicht ist ja auch Eure neue Frühlings/Sommer/Herbst/und/oder/Winter-Platte mit dabei...
Cheers + yours sincerely
Pändy
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12.10.17


Kennt Ihr das auch, dass einem immer mal wieder was vom rutscht, was man schon länger mal machen wollte? Mir ging das mit dem Hinweis auf ne Platte so. Aber jetzt isses soweit:

EAT GHOSTS    An Ti E Go (VÖ: 23.09.17 Sonic Attack Records)
Diese Bänd aus Potsdam nannte sich ehemals Minerva - was bei mir unweigerlich zu den Deftones hinführende Assoziationen auslöst. Dies allerdings wäre hier ziemlich unpassend, denn auf An Ti E Go steht bei Eat Ghosts insbesondere stark jäzzig angehauchter Prog-Rock im Vordergrund. Nicht viel mehr als Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxophon benötigt das Quartett für die Reise durch so manche Stile; wobei recht interessant ist, dass der Jäzz manchmal nach Indie-Gitarre klingt und die Indie-Gitarre wiederum die Gestalt von Classic-Rock-Sound annimmt. Solches und andere Wendungen gibts durchaus des Öfteren zu entdecken im Lauf der sechs Songs, die nach dem kurz einführenden Prolog aus den Boxen schallen.
Meine beiden Favoriten sind der Titelsong und das sich hieran anschließende "Rattle, Shatter, Creak". Bei diesen beiden Stücken ist die Handbremse ein wenig angezogen, so dass ersteres einfach nur entspannt klingt und zweites noch eine recht ordentliche Dynamik entwickelt, welche an rockigen Ufern endet.
Ein großes Manko für mich ist leider, dass Stimme und Gesang zu keiner Zeit und in keinster Weise meinen Nerv treffen - schade!! Aber da dies ein völlig persönliches Ding und an nix anderem festzumachen ist, als dass es halt so ist, möchte ich interessiert-geneigten Leser- wie Hörer*innen lieber ermutigen, sich unabhängig von meinen Hörnerven drauf einzulassen. Klickt einfach hier und macht euch selbst ein Bild vom durchaus ansprechenden Schaffen dieser Geister essenden Musiker...

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4.09.17


Zu Beginn und zum quasi Einstand wurde es nun - ups!! - doch gleich ein wenig ausführlicher:

 

The Loranes   2nd       (VÖ: 22.09.17 / Noisolution)

Gegen besseres Wissen machte ich neulich den Fehler, eine mir bis dato unbekannte Bänd mal so kurz und nebenbei via Notebook und entsprechender Klangqualität zu hören. Buääh, klingt ja wie vor Jahren die Hives, dachte ich.... booooring!! - Trugschluss!! Nicht viel später nämlich hielt ich einen sogenannten physischen Tonträger in den Händen, noch quasi ofenwarm, als ich ihn aus der Versandtasche schälte. Und mein öfter mal eigenwilliger CD-Spieler las das Ding gnädigst und übersetzte mir artig die Nullen und Einsen in Schallwellen. Nun klang das Ganze deutlich überzeugender, so dass ich Euch gerne hieran vorab teilhaben lasse:


The Loranes schubsen in Kürze ihr neues Album 2nd auf den Markt. Das Trio war ursprünglich in der Berliner Szene beheimatet, der Basser etwa dröhnte zuvor bei den dem Psych- und Stonerrock zugeordneten Kadavar. Mittlerweile haben sie sich jedoch geografisch etwas ausgebreitet und nahmen das Album weit entfernt von der Hauptstadt in den südlichen Alpen auf. Ungeachtet dessen sind hier aber weder Kuhglocken noch Hornklänge vertreten, nein, die klare Linie, worauf die Songs zumeist fußen, ist breitbeiniger Garagenrock. Von hier aus schimmern immer wieder, in angenehm unkonstruiert, vielmehr frisch von Herz und Leber gezogener Weise, verschiedentliche Einflüsse durch. Was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass das Album in recht kurzer Zeit geschrieben und komponiert, eingespielt und aufgenommen wurde. So tummelt sich in der Garage eine Rock'n'Roll-Attitüde mit schön sägenden Gitarren, die manchmal im Gesamtsound ein ganz klein wenig an Manson/Reznor-Produktionen erinnern (z. B. "Escape" - sehr geil!!) neben Songs, die gerne mit melodiösem Pop-Appeal garniert sind ("Never-Ending Love") oder bei denen manchmal die Garnitur auch mal die Oberhand übernimmt ("Get Away").
Außerdem - ebenfalls ein Highlight - das in Lo-Fi gehaltene, leicht stampfige und blues-folkige "No Home", was verblasste Erinnerungen an Black Rebel Motorcycle Club's ("Whatever happened to my Rock'n'Roll" - klingelts?) wach werden lässt. "Mirror", das vorletzte Stück bringt dann gar eine Brise Stadion-Wind mit ins Spiel, bevor "Paint it Black" für den melancholisch entspannten Ausklang sorgt.


So ist 2nd für mich zwar vermutlich kein Album für die Ewigkeit (aber das muss ja ohnehin immer die Zeit zeigen und sowieso jeder für sich entscheiden), aber doch eines, was sich aufgrund seiner zeitlosen Erfrischtheit in jedem Fall zu hören lohnt. Insbesondere dann ist diese Platte besonders gut, wenn die Öhrchen mal eine Pause benötigen von vor Ideen überquellenden, hochkomplexen und epochalen Prog-Art-was-weiß-ich-was-Rock-Alben...


Ach, hört doch selber mal rein - HIER  Und nicht vergessen: Vernünftige Lautsprecherboxen verwenden!!

 

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