Giant Giant Sand                                 20.08.12 Freiburg, Jazzhaus

 

Was liegt wohl näher, als sich bei solch anstrengend warmer Hitze mit Regenversagen ein Konzert einer Bänd aus Tucson, Arizona anzugucken? Die Luft steht vorm Jazzhaus, drinnen auch. Trotzdem hatten sich ein paar hundert Menschen in den Keller begeben, das neueste Werk der sogenannten Alternative-Country-Bänd live zu begutachten.

Die Vorbänd um den Sänger und Gitarristen Brian Lopez, die außerdem das Giant Sand aktuell zusätzlich hinzugefügte weitere Giant zu vertreten hat, durfte sich denn schon mal ne gute halbe Stunde lang warmspielen -  wie gemein, das wär bei den Graden doch gar nicht nötig gewesen. Deren letzte zwei Stücke konnte ich sogar noch mitbekommen, von welchen eines sehr Mariachi-artig war, also eher so naja für mich. Das letzte, bei welchem der Sänger inbrünstig um Regen bat, konnte mir dann in seiner Ruhigheit doch ganz gut gefallen. Pünktlich um neun betraten dann Howe Gelb und sein Orchester die Bühne, mit Streichern, Trompete, Keyboard, Akkordeon, akustischen wie elektrischen Gitarren, Kontrabass, Schlagzeug, Pedal-Steel und Rumbakugeln. Eine Dame in Rot und der meist etwas grantelig dreinschauende Chef eröffneten den knapp hundertminütigen Reigen im Duett. Auch hier war musikalisch häufig eine Nähe zur Wüste und zu Mexiko zu spüren, es gab immer wieder Gratwanderungen zwischen mainstreamig glattgeschliffenen und eigenwillig angeschrägten Klängen, wobei mir letzteres deutlich mehr zusagte und für meine abendlichen Highlights sorgte.

Herr Gelb verließ nach ein paar Duetten mit der Sängerin im roten Kleid erstmal die Bühne, was seinen Mitstreitern genügend Raum gab, auch selbst ihre Liedchen zu trällern oder grummeln, je nachdem was das Stimmbad des Einzelnen bevorzugte.Überhaupt verband sich manch verschiedentliches, was nicht unbedingt als zusammengehörig gelten mag: kleine rockige Anteile mit country-esken Stücken, noisige Parts mit chanson-esken Ausflügen, Intensität mit Tanzbarkeit, jazzige Unterbrechungen der Tex-Mex-Schwerpunkte, sogar eher flacheres mit Langweilgefahr versus fesselnd experimentelle Einheiten - gelegentlich wäre weniger wohl mehr gewesen.

So what, ich kann dennoch von einem durchaus gelungenen Konzert berichten, wenn es für mich auch immer wieder ein paar Längen gab. In diese zog sich der Abend nach Konzertende noch ein wenig, weshalb ich mich tags darauf nicht nur aufgrund der anhaltenden Heißigkeit ein wenig gebügelt fühlen darf...

25.08.12

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