Dead Elvis & His One Man Grave / Hola Ghost / Black Magic Six

5.04.12  Freiburg, Slow Club

 

Mit einem Dreier-Pack aus Finnland, Dänemark und Holland entließ der Slow-Club in die Osterfeiertage.

Nach Öffnen des roten Vorhangs standen am Greindonnerstag zunächst die Black Magic Six auf der Bühne, ein finnisches Duo, bestehend aus singendem Gitarristen mit schön fiesem Gitarrensound und einem außerordentlich groove-lastigem Steh-Drummer ohne Bass-Drum. Die beiden hatten es ganz gut raus, konnten bald mit ihrem recht eigenständig klingenden, hardrock- und garagerock-lastigem Sound samt gut dazu passenden dreckigen Vocals ein stetes Kopfnicken meinerseits für sich verbuchen. Danach begaben sich die Dänen Hola Ghost ans Werk. Ebenfalls zu zweit, mit Gitarre und Bass ausgestattet und mit Drumcomputer im Hintergrund, waren die beiden sehr von häufig instrumentalem Surf-Rock infiziert. Leider passierte sonst nicht allzu viel, so dass ich mich nach wenigen Stücken bereits ein wenig zu langweilen begann. Viele ausufernde Ansagen wirktem dem nicht grade entgegen, so dass ich - trotz des einen oder anderen ganz guten Songs - schließlich erleichtert war, als das Set ein Ende fand.

Als quasi Top-Äct um kurz vor Mitternacht riss dann Dead Elvis das Ruder an sich. Im weißen Jackett und mit zombie-esker Gummimaske nahm der Niederländer nach kurzer Publikumsbegrüßung mit seiner Gitarre am Schlagzeug Platz. Musikalisch kam nun viel Rockabilly mit ordentlich Verzerrung drin, durch das nebenher gespielte Schlagzeug und vor allem der Bass-Drum kriegte das Ganze auch einen ziemlichen Beat mit, was mir mit der Zeit dann aber auch etwas eintönig wurde - naja, bin halt nicht sooo der Rockabilly-Fuffziger-Fän oder so...

Den meisten Leuten schien's großen Spaß zu machen, viel Bewegung war in den Reihen auszumachen. Zwischen den Stücken gab's natürlich performendes Gequatsche des Schein-Toten, was sich allerdings ganz lange lediglich um das Thema pretty little girl wird erschreckt vom friendly monster drehte - war jetzt nicht sooo umwerfend originell... Beachtlich dann aber doch, was der Mann zeitweise mit der Stimme noch hinkriegte, während er zwei Instrumente am Laufen zu halten hatte. Das war gelegentlich schon mal zum die Mütze ziehen. Gegen Ende kriegte die Show auch noch einen ganz guten Teil, indem ein simpler Groove ziemlich fesselnd in die Länge gezogen wurde, immer wieder unterbrochen von nun deutlich interessanter gestalteten Labereinlagen, dann wieder das vorherige musikalische Thema aufgreifend weiterrockend, während er der Refrain fortwährend mit schlichtem u - i - a - a auskam.

So ließ der Abend im langsamen Club - mit durchweg angenehm angepunktem Sound - trotz manch mühseliger Phase doch immer wieder einen Hauch Originalität aufblitzen, wobei sich meine Sympathien eindeutig bei den eröffnenden Black Magic Six ansiedeln konnten...

6.04.12

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