Catl      6.06.19 Freiburg, Slow Club

 

Aus arbeitstechnischen Gründen traf ich erst zum Ende der Support-Bänd Sound of Smoke im gemütlichen Club um die Ecke ein. Die beiden Songs, die ich von dem Quartett mit Gitarre, Bass, Drums und Sängerin noch zu hören bekam, klangen in ihrer Melange aus Stoner-Rock und soulig angehauchtem, nicht weniger als großartigem Gesang der Frontfrau, ziemlich überzeugend. Auch das Publikum zeigte sich sehr angetan und wurde mit einer offenbar nicht geplanten weiteren Zugabe bedacht - was mir natürlich ob meines späten Eintreffens entgegenkam. Ich denke jedoch, dass ich über kurz oder lang noch eine Chance bekommen werde, mir die Freiburger Bänd live zu Gemüte führen zu können...

Anyway - nach einem kleinen Bühnenumbau betraten Catl mit ihrem aufs Nötigste reduzierten Instrumentarium - verzerrte Akustikgitarre, zweiteiliges Drumset und zwei Mikros - die Bühne, um ihre bluesig-wilden Rock'n'Roll-Stampfer zu zelebrieren. Das Paar Sarah Kirkpatrick und Jamie Fleming aus Toronto/Canada zeigte sich zum Auftakt ihrer Tour recht gut gelaunt; insbesondere Frau Kirkpatrick war dem Publikum gegenüber sehr redselig und geizte dabei nicht mit Charme; so etwa, als sie bereits ziemlich am Anfang des Sets von ihrer sehr gut aussehenden Zwillingsschwester plauderte. Nicht zuletzt aufgrund der häufigen verbalen Interaktionen mit dem Publikum entstand recht schnell eine sehr lebendige Atmosphäre im Raum, in welcher sich die beiden sichtbar spaßbehaftet durch ihr insgesamt eineinviertelstündiges Set spielten. Gesanglich in stetem Wechsel, sowohl einander ergänzend, sich gegenseitig verstärkend oder die jeweils andere Stimme mittels Bäcking-Vocals betonend, besangen sie das Leben in all seinen Facetten; dies stets zum dreckig verzerrt groovenden Sound der Gitarre und angetrieben vom Rhythmus des Mini-Drumsets der Dame.

Der Spaß war offensichtlich ebenso auf wie vor der Bühne angesiedelt, zu den eigenen, zumeist in mittleren Tempi rockenden Songs gesellte sich das eine oder andere Cover, das sich perfekt in den Catl-Kosmos einfügte. Erneut kann ich also sagen, also eine ebenso charmante wie prädestinierte Live-Bänd erlebt zu haben; wie die beiden auf ihren Alben klingen, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich mir die Musik der beiden wirklich oft zu Hause anhören würde. Aber ganz sicher ist Catl eine Live-Bänd, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte...

9.06.19

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