The Notwist                                              25.05.14 Berlin, Astra

 

Zwar konnte ich bisher noch nicht wirklich einen Zugang zu ihrem aktuellen Album finden, doch stellt dies keinen Grund dar, sich einen Berlin-Auftritt von The Notwist entgehen zu lassen. Obwohl außerdem erschwerend etwas Angeschlagenheit meinerseits hinzu kam, legten mein Gastgeber und ich bewährtes Konzept von erst Schnitzel, dann Konzert diesem Sonntag abend zugrunde.

Wenige Karten gab's wohl noch an der Abendkasse des offiziell seit Wochen ausverkauften Tourauftakts der Weilheimer. Wir schlichen an selbiger vorbei, statteten uns mit Getränken aus und setzten uns noch ein wenig, bevor wir uns in den Saal aufmachten, die supportenden Joasihno zu begutachten, ein Duo mit Gitarre, Drums und Elektronik. Zunächst erinnerte der Sound noch stark an die Hauptbänd des Abends, bald aber konnte bei den Stücken auch Eigenheit gehört werden und der eine oder andere der sich zumeist langsam aufbauenden Songs konnte ganz gut gefallen.

Danach machte ich es mir im hinteren Viertel der Lokalität einigermaßen bequem, wo die Sicht zwar eher mäßig war, sich dafür aber das Gedränge in Grenzen hielt. Zu sechst betraten The Notwist die Bühne, Bassist, Elektroniker, Gitarrist und Sänger, Schlagzeuger sowie zwei quasi Pendler zwischen Tasten, Saiten, Schlagwerk und weiteren elektronischen Spielereien. Wenn ich mich recht erinnere, machte den Auftakt das letzte Stück des aktuellen Albums, "They follow me", welchem der Titelträck "Close to the glass" folgte. Ein ruhiger Beginn also, so dass auch der Mischer etwas Gelegenheit fand, sich auf die Klangverhältnisse der Lokalität einzustellen, bevor es mit "Kong" etwas peppiger wurde und die Gitarre mit in den Vordergrund durfte.

In der Folge präsentierten die eigenwilligen Künstler ohne Ansagen oder Zwischenreden - vom gelegentlich höflichen Bedanken mal abgesehen - ein überwiegend aus Songs der letzten drei Alben bestehendes Set, mal mehr und mal weniger den Albumversionen verhaftet. Der Sound war kristallklar, so dass wirklich jedes auch nur irgendwie produzierte Geräusch hörbar war. Besondere Highlights im Lauf des regulären Sets stellten für mich "One with the freaks" und "This room" von der Klasse-Platte 'Neon Golden' dar - beide in aktuelle Soundgewänder neu eingehüllt - sowie "7-hour-drive". Insbesondere bei erstgenanntem wurde zwischenzeitlich auch mal so richtig gerockt, sehr geil, das!! 

Im ersten Zugabenblock durfte natürlich "Chemicals" nicht fehlen, außerdem freute ich mich sehr über den zweiten Block mit "Neon Golden", welches einen Übergang in "Different cars and trains" fand. Hier wurde zudem noch medley-mäßig "Pilot" eingebaut, was mir jedoch irgendwann zuviel des Guten wurde; zumal in einen fast schon Endlos-Jäm verpackt, bei welchem sonst nicht allzu viel passierte und ich außerdem The Notwist nicht für eine Bänd halte, die es nötig hat, irgendwelche Hits in irgendwelchen Medleys runterzuspielen. Naja, vielleicht lag's auch an meiner fortgeschrittenen Abgeschlagenheit - so what...

Zwischenzeitlich war auch mein Begleiter nach hinten gekommen, sodass wir den nicht für möglich gehaltenen dritten Reigen an Zugaben vom Vorraum aus, bequem auf der Couch genießen konnten, der noch "Consequence" sowie das Schlussstück "Gone gone gone" in mehr oder minder ausgebauten Versionen umfasste, bevor die Bänd nach zwei Stunden endete. Ein mit kleinen Abstrichen sehr gutes Konzert kann demnach als Fazit festgehalten werden, mit ansonsten vorwiegend persönlichem Manko übergeordneter Macht geschuldeten Unwägbarkeiten. Und vielleicht konnte sogar besserer Zugang zum aktuellen Album hergestellt werden...  

31.05.14

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