Kevin Devine & The Goddamn Band    9.02.12 Freiburg, White Rabbit

 

Gut Ding will Weile haben. Nein, ein abgeschmackterer, ausgelutschterer und durchgenudelterererer Satz aus Volkes Munde ist mir als Auftakt für diese Review leider nicht in den Sinn gekommen - allerdings bin ich wie immer sehr offen für entsprechende Vorschläge, dies künftig vielleicht doch noch zu übertrumpfen. Jedenfalls geht es mir nicht nur selbst mit der Niederschrift so, daneben kam ich am Tag des Auftritts ebenfalls nicht aus den Puschen...

Aber der Reihe nach. Zunächst stand - ganz alleine - Jaymay auf der Bühne, deren letzte drei Stücke ich noch mitkriegte. Diese beinhalteten allesamt immer irgendwas mit i love you - nicht sehr originell, zugegeben. Allerdings hatte sie ein enormes Sangesvermögen, was es dann doch etwas schade machte, dass ich so lange gebraucht hatte, die warme heimische Residenz zu verlassen. Das vorletzte Stück stellte übrigens ein Duett mit Kevin Devine dar, der nach kurzem Umbau dann samt The Goddamn Band für die folgenden gut anderthalb Stunden die Bretter übernahm.

Der verstand es allerbestens, sowohl den netten Jungen aus Schwiegermama's kühnen Träumen zu geben wie auf's herzerfrischendste auszuticken, trat ebenso gerne in Interaktion mit dem Publikum, wie er so manches Stück ins Selbst versenkt zelebrierte. Während die Songs verschiedener Schaffensphasen aus einem Guss geformt ins Gehör drangen, konnten Herr Devine und seine Mitstreiter über die gesamte Distanz eine konstante Dynamik aufrecht erhalten, die sich insbesondere aus dem Umherpegeln von ruhig-zarten bis lärmig-rockenden Passagen schaffen ließ. So konnte er im Laufe des Abends die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen, welches zu Anfang noch sehr untereinander kommunikativ unterwegs war und es immer wieder von manch Hörwilligen zischelnde schhhhhhh's zu vernehmen gab.

Einzig ein wenig überflüssig schien mir der ausgedehnte Geburtstags-Glückwunsch an den Mann am Mischpult zu sein, so richtig mit "sing it for him" und so. Doch ergab sich selbst hierdurch kein anhaltender Knick in der gesamten Darbietung. Sehr gut gefallen wiederum konnte mir das Spiel und besonders die fabrizierten Klangwelten des Gitarristen, mal mehr im Hintergrund gehalten, dann wieder ganz weit vorne. Auch ein ausgedehntes, alleine gespieltes Stück fehlte nicht, was wie so oft für die mit intensivsten Momente des Abends sorgen konnte. Daneben Highlights waren für mich "Between The Concrete & Clouds" und "11-17" vom aktuellen Album sowie "I Could Be With Anyone" und der Gänsehaut-Garant "Brother's Blood" vom Vorgänger.

Mit einem letzten, nicht auf der offiziellen Liste stehenden Alleine-Stück verabschiedete sich der New Yorker schließlich und darf sich gewiss sein, dass ich ihn auch bei seinem nächsten Gastspiel gerne wieder besuchen werde!!

Als abschließende Abrundung bleibt noch eine Original-Abschrift der Setlist zu vermelden:

incentive / off screen / first hit / flat / haunt / noose / clouds / 11-17 / buzz / carnival / bones / sneak / crush / anyone / someone / solo / blood

14.02.12

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