www.pandys-corner.de Sound of Smoke 3.07.26


SOUND OF SMOKE  3.07.26 Freiburg, Platz der alten Synagoge

 

Nachdem ich bei der Live-Taufe des aktuellen Werks der Lieblings-Locals durch Absenz glänzte, freute ich mich umso mehr auf den Auftritt von SOUND OF SMOKE im Rahmen und gleichzeitig zum Abschluss des Festivals Freiburg stimmt ein, welches am ersten Juli-Wochenende an mehreren Plätzen der Freiburger Innenstadt stattfand. Ich war ziemlich zeitig vor Ort und bekam somit noch ein Stück des Münchener Quintetts Panchi mit, die Rock mit indischen Einflüssen spielten. Mit dem konnten sie die gut hundertfünfzig Menschen vor der Bühne offenbar ordentlich begeistern. Nach deren Ende und einer guten halben Stunde Umbau und Soundcheck konnte um zehn vor neun dann der Top-Äct loslegen...

SOUND OF SMOKE starteten mit „Dancing Like Smoke“, dem Opener des aktuellen Albums ‚Mirage‘, welches sie in der Folge in Gänze und dem Albumträcklisting folgend spielten. Vom Start weg hatten die vier den gut gefüllten Platz denn auch im akustischen Griff: Sängerin Isabelle schien bestens gelaunt, nahm zwischen den Songs häufig Kontakt zum Publikum auf, fragte nach Stimmung und Laune und erinnerte immer mal wieder ans Trinken. Der hoch amüsante Gipfel ihrer Kontaktaufnahmen war, als sie ungefähr zur Hälfte des Auftritts, nach dem Song „Candy“ vom vorigen Album ‚Phases‘, ganz dem Thema des Stücks folgend, Gummibärchen und sonstigen Süßkram ans Publikum verteilte.

Überhaupt gehörte der Großteil der Show der Frontfrau. Im Gegensatz zu früher gesehenen Konzerten agierte Basser Flo etwas verhaltener, so dass Isabelle mehr Platz auf der Bühne hatte und diese nun auf der Bühne den Raum einnimmt, der ihr als Frontfrau gebührt. Dem Gesamteindruck der Performänce ist dies definitiv zuträglich.

Gitarrist Jens hielt sich zur Rechten der Frontfrau in gewohnt stoischer Shoegazer-Manier und meist etwas abwesend wirkend in seinem variablen, oft verspulten Sound versunken – ganz der ruhende Pol der Bänd, während Drummer Johannes nicht eben selten Double-Bass-Passagen in sein Spiel einflocht, was für zusätzlichen Druck aus den Boxen sorgen konnte. Der Gesamtsound war bald nach Beginn recht gut gemischt, vor allem die Bässe waren sehr fett, ohne allzu übersteuert zu sein. Lediglich als die Sängerin in ein Megaphon statt des Mikros sang, konnte dies nicht im Ansatz mit der Lautstärke drum herum mithalten, so dass Teile des Gesangs einfach untergingen; ein bisschen schade, das.

Mit fortschreitender Zeit und zunehmender Dämmerung kam das Licht auf der Bühne immer besser zur Geltung und unterstrich das Bühnengeschehen auch visuell ziemlich gut. Nach „Zweierlei“, dem letzten Stück des Albums und eins der Highlights, wurde im zweiten Teil des Sets eine Auswahl an älteren Stücken dargeboten. Das ganz große Highlight war für mich dann der vorletzte Song des Abends, „Strange Fruit“, bei welchem die Sängerin ihre ganze Stimmgewalt zum Schluss nochmal so richtig beeindruckend zum Einsatz bringen konnte!! Sehr geil!!

Es folgten einige Worte des Festival-Ansagers, zur Bänd und zum Festival, ehe SOUND OF SMOKE für einen letzten Song nochmal ran durften und mit „Witch Boogie“ nach insgesamt fünfundachtzig Minuten ihren Auftritt und damit gleich das gesamte Festival unterm Jubel der Anwesenden schließlich beendeten. Es war mal wieder eine reine Freude, diese Bänd live zu sehen, ehe der Sonntagabend entspannt mit dem einen oder anderen Ohrwurm im Gedächtnis ausklingen durfte…

30.07.26

Setliste (aus dem Gedächtnis und ohne Gewähr):

Dancing Like Smoke / Röntgenstrahlen / Endless Night / Fata Morgana / New Direction / Wicked Games / Lush / San Junipero / Zweierlei // Candy / Shadow / Phases / Sheriff / Strange Fruit // Witch Boogie

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