www.pandys-corner.de Motorpsycho The Gaia II Space Corps


MOTORPSYCHO   The Gaia II Space Corps

VÖ 27.02.26 / NFGS

 

Beim Titel, das geb‘ ich gerne zu, stand mein Puls schon in den Startlöchern. Mindestens auf steady – kurz vor GO. Weil ich schon der Erwartung geneigt war, es mit einem Far-Out-Werk, wofür ich die Trondheimer so liebe, auf einfacher Albumlänge zu tun zu bekommen. Oder wie soll ich ein Späcekorps deuten??! Änywäy – weit gefehlt…

Die Helden, derzeit ohne festen Drummer, aber in offenbar anhaltender Kooperation mit Olaf Olsen im Rücken, scheinen sich auf einem Trip durch Siebziger-Hardrock der Marke Deep Purple zu befinden. Dies natürlich mit vielen Ausschweifungen, nicht nur aus dem enger gefassten Hardrock-Kosmos, sondern selbstverständlich auch von Snah‘s Gitarre angestoßen. Und der spielt sich eben auch noch immer gerne mit Fiske an zweitem Sechssaiter die Klänge und Erzählungen zu. Die Songs – sieben an der Zahl zwischen drei und sieben Minuten Länge – sind jedoch insgesamt für Motorpsycho-Verhältnisse recht konventionell gehalten.

Mit der Vorabsingle „Fanny again, or?“ taktet das Album recht quirlig auf, ein Stampfer folgt mit „The Great Stash Robbery“. Die Reise hat begonnen!! Das Album gefällt mir nach anfänglich kurzer Zeit zur Gewöhnung an Sound und Machart bald richtig gut. Auf den ersten Eindruck scheint es wenig komplex, jedoch sind die Songs stets mit vielen Details versehen. Noch mehr Nuancen gibt’s vor allem mit Kopfhörern zu bemerken. Sehr geil!! Es mag Stimmen geben, die dies als überfrachtet wahrnehmen – mir macht’s einfach nur Laune!!

Ich höre ein lebendiges, jede Menge Spielfreude versprühendes Motorpsycho-Album, das sich schlicht der Komprimierung von Rockmusik verschiedener Coleur zuwendet und einen wie üblich recht eigenwilligen Sound präsentiert, das zudem mit Detailverliebtheit in der Produktion aufwartet und glänzen kann.

Interessanterweise ist der letzte Song derjenige, der bei mir am ehesten als Ohrenklemmer des Albums hängenbleibt: „Black As Night“, ein Cover bzw. eine Interpretation eines Songs von The Frost, eine mir natürlich völlig unbekannte Bänd, die Ende der Sechziger zwei Jahre lang aktiv war. Für mich ragen auf The Gaia II Space Corps besonders „The Hornet“ und der Titelträck hervor; beide mit einem Feeling aus psychedelischen Vibes der akustischen Gitarre und von stompy Spacerock gepusht. Bin gespannt, was es hier noch alles zu entdecken gibt…

21.03.26

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